Jahrgangspräsentation

18.05.2014

Nach zwei weinreichen Wochenenden melden wir uns mit einem Kommentar zum Jahrgang 2013 zurück:

 

Weinjahr 2013

 

Hin und her ging es im Weinjahr 2013. Dass der Winter 2012/13 eine "never ending story" war, daran können sich die Meisten noch erinnern und so kam dann auch die Vegetation 2013 nur langsam in Fahrt. Die Rebenentwicklung startete erst Ende April und die Blütezeit des Riesling begann erst ab dem 25.6. - begleitet von Kälte und Regen. Schlechtes Blütewetter hat meist wenig Fruchtansatz zur Folge (Verrieselung) und der Riesling machte seinem Name Ehre – von daher war die erwartete Ernte schon mal kleiner als erhofft.

 

Ende der Blüte war dann erst Anfang Juli – danach brauchen wir noch 100-120 Tage bis zur Lesereife - nicht unbedingt optimal, aber auch nicht aussichtslos!… und so entschädigte trockenes, warmes Sommerwetter in Juli und August für das kalte Frühjahr - alle Chancen wieder da.
….bis Anfang Oktober der Regen einsetzte und nach 3 Wochen die Hoffnung auf einen goldenen Oktoberabschluss endgültig begraben wurde. Keine Chance für Auslese oder Beerenauslese -  es galt zu ernten, was noch in gutem Zustand war und das möglichst zügig.

 

Wir haben die trockenen Tage genutzt, fleißig und ordentlich sortiert und waren überrascht, was da doch noch in den Keller kam. Start mit guter Kabinettqualität (85°Oechsle) in der Wolfshöhle und immerhin fast 100° Oechsle zum Abschluss im Kloster Fürstental.

 

Nachdem nun alle Weine ihre „Premierenpräsentation“ überstanden haben, ist festzustellen, dass der Jahrgang 2013 sich sehr erfreulich entwickelt hat und sich somit eindeutig in die guten Jahre einreiht. Zart duftige Kabinettweine mit leichten Alkoholgehalten um 11,5 vol.%, wie wir sie lieben und feine mineralische Spätlesen mit sehr gutem Entwicklungspotential sind der Lohn für ein aufregendes Weinjahr 2013.